Warenwirtschaftsportal für eine Damenmode-Boutique
Wareneingang, automatische Preisberechnung, Barcode-Etikettendruck und Bestandsauswertung. Läuft offline auf einem Raspberry Pi im Laden.
- Branche
- Einzelhandel · Mode
- Auftraggeber
- auf Wunsch anonym
- Art
- Internes System
Was sich am Ablauf ändert
Vorher
7 Schritte
- Lieferung annehmen
- Ware kontrollieren
- Bügeln
- Preis nach Gefühl festlegenentfällt
- Etikett handschriftlich beschriftenentfällt
- Etikett aufschießen
- Kein Überblick, was sich drehtentfällt
Nachher
6 Schritte
- Lieferung annehmen
- Kontrollieren und bügeln
- Im Portal erfassen
- Preis entsteht nach hinterlegter Regelautomatisch
- Etikett wird gedrucktautomatisch
- Auswertung entsteht nebenbeiautomatisch
3 Schritte fallen weg, 3 laufen seitdem ohne Zutun.
Ausgangslage
Der Wareneingang lief vollständig von Hand: kontrollieren, bügeln, den Preis aus dem Bauch festlegen, das Etikett handschriftlich beschriften und aufschießen. Das kostete bei jeder Lieferung Zeit.
Zwei Folgen wogen schwerer als der Zeitaufwand. Die Preisbildung war nicht nachvollziehbar: zwei ähnliche Artikel konnten je nach Tag unterschiedlich ausgezeichnet werden, und niemand konnte hinterher sagen, warum. Und es gab keinerlei Auswertung darüber, was sich verkauft und was seit Monaten im Bestand liegt und Kapital bindet.
Was gebaut wurde
Ein internes Portal für den Wareneingang: Artikel anlegen, Preis nach hinterlegter Logik berechnen, Barcode-Etikett drucken. Dazu die Auswertungen, die vorher fehlten: ABC-Analyse, Verkaufszahlen nach Artikel, Aufteilung der Zahlungsarten und eine Erkennung von Ladenhütern.
Das System läuft auf einem Raspberry Pi im Laden, komplett offline. Es braucht keine Internetverbindung, sichert sich nachts selbst und startet nach einem Stromausfall von allein wieder. Im Ladenalltag ist beides keine Nebensache.
Der Zuschnitt war bewusst eng gewählt: Das System endet beim Etikett. Verkauft und abgerechnet wird weiter über das vorhandene Kassensystem. Es gab keinen Grund, etwas zu ersetzen, das funktioniert.
Was besser ist
Die Etikettierung läuft halbautomatisch statt handschriftlich. Preise entstehen nach einer nachvollziehbaren Regel statt nach Gefühl. Dieselbe Ware bekommt denselben Preis, und wenn sich die Kalkulation ändern soll, ändert sich eine Regel statt einer Gewohnheit.
Und der Bestand ist zum ersten Mal auswertbar. Es ist sichtbar, welche Ware sich dreht und welche Kapital bindet. Das war vorher schlicht nicht beantwortbar.
„Seit dem Livegang musste mich niemand fragen, wie es zu bedienen ist."
Technisch
- Python
- SQLite
- Serverseitig gerendertes HTML
- Raspberry Pi, offline
- 209 automatisierte Tests
- Getrennte Umgebungen für Entwicklung, Abnahme und Betrieb
- Deploy nur bei grünen Tests
Sie können es ausprobieren
Ein vereinfachter Ausschnitt dieses Systems läuft auf der Startseite, mit echter Preisberechnung und einem Barcode, der sich scannen lässt.
Zur Live-DemoGibt es bei Ihnen einen Ablauf, der so aussieht?
Vier Fragen, keine drei Minuten. Sie bekommen Preis und Termin, oder eine Absage mit Begründung.
Was kostet das bei mir?